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Promillerechner

Berechne deinen geschätzten Blutalkoholwert (BAK) nach der Widmark-Formel.

Anzahl:
Ab 0,5 ‰

Ordnungswidrigkeit: Bußgeld, Punkte, Fahrverbot.

Ab 1,1 ‰

Straftat: Absolute Fahruntüchtigkeit, Führerscheinentzug, MPU.

Fahranfänger

0,0 ‰-Grenze in der Probezeit und unter 21 Jahren.

MPU-Relevanz

Ab 1,6 ‰ im Straßenverkehr oder bei wiederholten Alkoholauffälligkeiten wird in der Regel eine MPU angeordnet. Auch niedrigere Werte können in Kombination mit anderen Faktoren zur MPU führen. Der Promillerechner gibt lediglich eine Schätzung ab — der tatsächliche Wert kann individuell abweichen.

Hinweis: Dieser Rechner ersetzt keine medizinische oder juristische Beratung. Die Berechnung basiert auf der Widmark-Formel und Durchschnittswerten.

Alles zum Promillerechner

Wie der Blutalkoholwert berechnet wird, welche Grenzwerte gelten und ab wann Alkohol zur MPU führt.

Wie funktioniert der Rechner?

Der Rechner basiert auf der Widmark-Formel, entwickelt 1932 vom schwedischen Rechtsmediziner Erik Widmark. Sie schätzt die Blutalkoholkonzentration (BAK) aus konsumierter Alkoholmenge, Körpergewicht und einem geschlechtsspezifischen Verteilungsfaktor (Männer ≈ 0,68, Frauen ≈ 0,55). Pro Stunde wird ein angenommener Abbau von 0,15 ‰ abgezogen. Individuelle Faktoren — Magenfüllung, Stoffwechsel, Körperfettanteil, Medikamente — können den tatsächlichen Wert um bis zu 30 % nach oben oder unten verschieben.

Rechtliche Grenzwerte im Detail

In Deutschland gelten gestaffelte Promillegrenzen:

  • 0,0 ‰Pflicht für Fahranfänger (Probezeit) und unter 21 Jahren — jeder messbare Alkohol ist ein Verstoß (§ 24c StVG).
  • 0,3 ‰Relative Fahruntüchtigkeit — kommt es zu Fahrfehlern oder einem Unfall, wird daraus eine Straftat (§ 316 StGB).
  • 0,5 ‰Ordnungswidrigkeit (§ 24a StVG): 500 € Bußgeld, 2 Punkte, 1 Monat Fahrverbot beim Ersttäter.
  • 1,1 ‰Absolute Fahruntüchtigkeit — automatisch Straftat, unabhängig vom Fahrverhalten. Führerscheinentzug, Geld- oder Freiheitsstrafe.
  • 1,6 ‰Ab diesem Wert wird die MPU praktisch immer angeordnet, auch beim ersten Mal.

Wann führt Alkohol zur MPU?

Eine MPU wird regelmäßig angeordnet bei: einmaligem Verstoß ab 1,6 ‰, zwei oder mehr Verstößen unabhängig vom Promillewert, oder Wiederholungstaten in kurzer Zeit. Der Gutachter ordnet den Fall einer von vier Hypothesen zu (A1–A4): A1 (einmalig, keine Abhängigkeit), A2 (problematischer Konsum), A3 (kontrolliertes Trinken realistisch), A4 (Abstinenz nötig, Abhängigkeitsverdacht).

Praktische Tipps

  • ·Nach starkem Trinken mindestens 12 Stunden warten — die 0,15 ‰/Stunde-Regel versagt bei sehr niedrigen Werten.
  • ·Kaffee, Essen oder kalte Dusche senken den Promillewert nicht. Nur Zeit hilft.
  • ·Mischung mit Energy-Drinks oder kohlensäurehaltigen Getränken erhöht die Aufnahmegeschwindigkeit.
  • ·Rechner-Ergebnisse sind Schätzungen. Der Atemtest oder die Blutprobe der Polizei sind maßgeblich.

Häufige Fragen

Was du zu Promille, der Rechtslage und der Alkohol-MPU wissen solltest.

Wie genau ist der Promillerechner?
Die Widmark-Formel liefert eine Schätzung mit ±20–30 % Abweichung. Reale Werte hängen von Magenfüllung, Stoffwechseltempo, Körperfettanteil, Trinkgeschwindigkeit und Medikamenteneinnahme ab. Die Polizei misst per Atemalkohol oder Blutprobe — diese Werte sind im Ernstfall maßgeblich, nicht das Rechner-Ergebnis.
Ab wann muss ich zur MPU wegen Alkohol?
Bei einer einmaligen Auffälligkeit ab 1,6 ‰ wird die MPU praktisch immer angeordnet. Schon bei wiederholten Verstößen ab 0,5 ‰ kann es zur MPU kommen — die Behörde prüft das Gesamtbild (Häufigkeit, Tatumstände, Vorgeschichte). Bei Trunkenheit am Steuer mit Unfall, Trunkenheitsdelikten in der Probezeit oder Zusatzfaktoren wie Drogenkonsum kann auch unter 1,6 ‰ eine MPU folgen.
Welche Abbau-Rate gilt rechtlich?
Für gerichtliche Bewertungen wird ein Alkoholabbau von 0,1 ‰ pro Stunde als Mindestabbau und 0,2 ‰ als Höchstabbau angenommen. Der Promillerechner verwendet 0,15 ‰ als Durchschnittswert. Wichtig: Direkt nach dem Trinken steigt der Wert noch — der Anflutungsphase folgt erst der Abbau. Wer kurz nach dem Trinken fährt, kann höhere Werte messen als der Rechner suggeriert.
Was ist eigentlich der Unterschied zwischen Promille und Atemalkohol (mg/L)?
Der Atemalkoholwert (AAK) wird in mg/L Atemluft gemessen, der Blutalkohol (BAK) in Promille (g/kg Blut). Faustformel: 0,5 ‰ BAK ≈ 0,25 mg/L AAK. Bei Verkehrskontrollen ist meist der Atemtest erste Wahl; ab 0,8 mg/L AAK oder bei Streit über das Ergebnis wird eine Blutprobe abgenommen — diese ist gerichtsverwertbar.
Was passiert bei der MPU wegen Alkohol konkret?
Die MPU besteht aus drei Teilen: medizinische Untersuchung (Leberwerte, ggf. Abstinenznachweis), psychologisches Gespräch (Trinkmuster, Selbstreflexion, Veränderung) und einem Reaktionstest. Bei A4-Hypothesen muss meist 6–12 Monate lückenloser Abstinenznachweis (Urin, Haar oder PEth-Blut) vorgelegt werden. Vorbereitung dauert in der Regel 6–12 Monate.
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